Folgeaufträge als Argument für reduzierte Gagenforderungen

Herrenbesuch

Immer wieder werben potentielle Auftraggeber damit, dass im Publikum ganz viele reiche, einflussreiche und spendierfreudige Menschen sitzen, von denen man ganz sicher Folgeaufträge erwarten könne. Habt ihr dazu ein Prozedere entwickelt, oder Vorschläge, wie man damit umgehen sollte?

Ich persönlich habe in meiner inzwischen 25 Jahre währenden Gesangskarriere noch NIE erlebt, dass ein Folgeauftrag bei solchen Gelegenheiten herausgesprungen wäre. Mein Vorgehen ist daher immer anders herum. Wir gewähren dem potentiellen Auftraggeber gerne einen nachträglichen Rabatt von 50 Prozent auf die von ihm gezahlte Gage (er erhält also Geld zurück), sobald ein fester Folgeauftrag (nicht nur eine Anfrage) bei uns eingegangen ist. Bei zwei Folgeaufträgen sängen wir für Sie sogar kostenfrei (denn der Auftraggeber erhielte zwei Mal je 50 Prozent der Gage zurückerstattet. Bei drei und mehr Folgeaufträgen erhalten die Auftraggeber jeweils eine Netto-Gagenbeteiligung von 20 Prozent an den Folgeaufträgen. ;-)

Das hat für das Ensemble den kleinen, aber bestechenden Vorteil, dass sich das Risiko auf den potentiellen Auftraggeber verschöbe und dem Ensemble unter Umständen tatsächlich noch Folgeaufträge einbrächte, weil der potentielle Auftraggeber direkt an der Gage mitverdienen könnte.

Welche Strategien verfolgt ihr in solchen Fällen?

Mit einem vierstimmigen 'Servus' aus München

Hans-Jürgen

Niedrigere Gage bei möglichen Folgeaufträgen

Interessante Idee, aber wie viele Veranstalter lassen sich auf solch ein Modell ein?